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Warum die Schienentherapie bei Bruxismus oft nicht ausreicht

  • 21. Mai
  • 1 Min. Lesezeit

Die Schienentherapie gilt seit Jahren als Standardbehandlung bei Bruxismus und CMD. Sie schützt zuverlässig die Zahnhartsubstanz und kann akute Beschwerden lindern. Dennoch zeigt die Praxis: Viele Patienten bleiben langfristig symptomatisch.

Schutz statt Ursachenbehandlung

Eine Aufbissschiene wirkt primär mechanisch. Sie verhindert Abrasionen und entlastet das Kiefergelenk – adressiert jedoch nicht die eigentliche Ursache vieler Beschwerden: die muskuläre Hyperaktivität der Kaumuskulatur.

Gerade bei Patienten mit ausgeprägtem Bruxismus bleibt die erhöhte Muskelaktivität bestehen. Die Folge: Schmerzen, Verspannungen und funktionelle Einschränkungen treten trotz Schiene weiterhin auf oder kehren nach kurzer Zeit zurück.

Die Rolle der Muskulatur verstehen

Ein nachhaltiger Therapieansatz erfordert ein tieferes Verständnis der funktionellen Zusammenhänge. Die Kaumuskulatur spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Beschwerden im orofazialen System. Wird diese nicht gezielt in die Behandlung einbezogen, bleibt die Therapie oft unvollständig.

Erweiterte Therapieansätze im Praxisalltag

Hier setzt die funktionelle Botulinumtoxin-Therapie an. Durch die gezielte Reduktion der muskulären Aktivität kann sie eine effektive Ergänzung zur klassischen Schienentherapie darstellen – insbesondere bei therapieresistenten Verläufen.

Für Zahnärzte eröffnet sich damit die Möglichkeit, Patienten ganzheitlicher zu behandeln und langfristig stabilere Ergebnisse zu erzielen.

Fazit

Die Schienentherapie ist ein wichtiger Baustein – reicht jedoch in vielen Fällen allein nicht aus. Erst durch die Kombination mit funktionellen Therapieansätzen lässt sich die eigentliche Ursache gezielt behandeln.

 
 
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